23.10.2017

Katamaran-Technik optimiert Ökobilanz

Über 10.000 Mal sind die Katamarane im letzten Jahr über den See gefahren – zu 99 Prozent zuverlässig und pünktlich. Doch auch die Ökobilanz der Verbindung kann sich sehen lassen. Dafür tüfteln die Reederei-Techniker unter anderem an Motoren-Einstellung, Propellerform und Rußfiltern.
 

Die Katamaran-Techniker feilen an Ökologie und Wirtschaftlichkeit der schnellen Schiffsverbindung. So sank der Spritverbrauch von „Constanze“ im letzten Jahr um über zehn Prozent. „Wir optimieren immer weiter und haben zum Beispiel neue Motoren und neue Propeller eingebaut, die sich sehr gut bewährt haben“, erklärt Reederei-Geschäftsführer Christoph Witte. Der Erfolg äußert sich unmittelbar in dem deutlich gesunkenen Dieselverbrauch. „Und das wirkt sich nicht nur ökologisch, sondern natürlich auch wirtschaftlich aus“, verdeutlicht Witte, der die Techniker lobt: „Hinter solchen Verbesserungen steckt viel Knowhow in Sachen Schiffstechnik – und viel Herzblut im Umgang mit unseren Schiffen.“ Schließlich sind die Katamaran keine Schiffe „von der Stange“, wie der Schiffbauingenieur betont. Die Erfahrung, welche technischen Lösungen die besten Ergebnisse bringen, „die machen wir durch Tüfteln und Ausprobieren.“
 

Derzeit erprobt das Team um Werftleiter Dieter Ehinger neue Rußpartikelfilter, die künftig zum Einsatz kommen sollen. „Das wird dann ein weiterer wesentlicher Schritt in Richtung verbesserter Ökobilanz“, so Witte.
 

Die technischen Entwicklungen wirken sich auch auf die Zuverlässigkeit aus: Über 10.000 mal sind die Katamarane 2016 über den See gefahren, gerade mal 110 Kurse sind ausgefallen. Damit waren die Katamarane zu 99 Prozent im Einsatz. „Auch wenn natürlich jeder einzelne Ausfall für unsere Fahrgäste ärgerlich ist – auf diese Zahlen können wir stolz sein.“ Dies zumal es kaum technisch bedingte Ausfälle gegeben habe: „Zumeist waren Stürme und damit zu hohe Wellen der Grund“, berichtet Witte. Die technische Zuverlässigkeit sei bei den inzwischen bis zu elf Jahre alten Schiffen keine Selbstverständlichkeit.
 

Witte freut sich auch über die ökologischen Verbesserungen: „ÖPNV muss sich am Bedarf orientieren und gleichzeitig noch die Umwelt möglichst wenig belasten. Da haben wir mit dem Katamaran einen weiteren großen Schritt gemacht.“


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